Direkt zum Inhalt springen
01 von 01
|
|

Institut für bildende Kunst
Bildende Kunst; Studienzweig Bildende Kunst
Betreuung: Zobernig, Heimo
Geschichte – Empfindung – Form , 2012
Abschlussjahr: 2012
Wenn ich meine Lebenserfahrungen im Iran mit dem, was ich hier in Österreich erlebt habe, zusammenfasse, komme ich zu dem Ergebnis, dass das Leben eines Menschen nichts anderes ist, als zu knüpfen – Versuche Lebensinhalte zusammenzuknüpfen.

Meiner Meinung nach sind das Streben und das Ziel zwei wichtige Dinge im Leben. Beides ist sich nahe wie Schuss und Kette in einem Teppich oder Knüpfwerk.

Wenn der Knüpfer seine Ziele strebsam verfolgt, den Schuss und die Kette sehr gut zusammenknüpft, erzielt er ein gutes Endergebnis. Das Ziel kann der Wunsch eines Menschen sein, wofür er jahrelang sehr hart kämpft, in der Hoffnung, dass sein Wunsch eines Tages in Erfüllung geht und er sein Ziel erreicht.

Ich setze meine Ideen in Form von überdimensional großen Skulpturen um. Ich will sie nicht nur mit den Augen betrachten, sondern sie durch Berührung kennen lernen und sie definieren. So kann ich mich mit ihnen identifizieren. So fühle ich mich mit ihnen vereint.
Ich will mit meinen Arbeiten eine reale Beziehung zwischen Werk und dem_der Betrachter_in zustande zu bringen. So, dass sich der_die Betrachter_in als Teil des Objektes fühlt. Das ist nur dann möglich, wenn es keinen Abstand mehr zwischen Mensch und Objekt gibt; wenn das Empfinden und Spüren auch durch das Berühren ermöglicht wird.

Ich muss sie mit meinen Händen anfassen können.
Ich muss mich auf Sie setzen können.
Ich muss sie umarmen und auf meinen Händen Tragen können.
Ich muss mich auf sie legen können.
Ich muss sie von Innen sehen und berühren können.

Ich bin der Meinung, dass es unterschiedliche Empfindungen sind, ob der Mensch ein Objekt nur betrachtet oder auch durch Berührung er erspürt.
Bedanken möchte ich mich bei meinen Professor_innen und Betreuer_innen, Univ. Prof. Mag. Heimo Zobernig, Univ.-Ass. Doz. Mag. Roland Kollnitz und Univ.-Doz. Mag. Simone Bader, dafür, dass sie mich mit ihrem Fachwissen so hervorragend auf mein Studium, auf meine Diplomarbeit und für meinen weiteren Weg vorbereitet haben.
Ich danke Dr. Hossain Mirzaie, der mich während meines Studiums mit seinen Ratschlägen unterstützt hat.
Besonderen Dank schulde ich meiner lieben Mutter, meinen zwei Brüdern Mehdi und Abdollah, die immer hinter mir standen und mich unterstützt haben, nach Österreich zu kommen, um Kunst zu studieren.
Nicht zuletzt möchte ich mich, aus vollem Herzen, bei meinem liebevollen und geduldigen Ehemann Shahin, der mir besonders in stressigen Zeiten immer tatkräftig zur Seite stand, bedanken.